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Organische Abfälle verwerten – neues Projekt in Indien gestartet

01.02.2021

Recycling Symbol
© malp - Adobe Stock

Effiziente Bioabfallwirtschaft für eine saubere Umwelt: Das Förderprogramm „Exportinitiative Umwelttechnologien“ (EXI) des Bundesumweltministeriums unterstützt zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ indische Kommunal- und  Bundesstaaten beim Aufbau eines effizienten Sammel- und Verwertungssystems für organische Abfälle.

Im Januar 2021 startet das neue Projekt zum Management organischer Abfälle in Indien. Die GIZ unterstützt die Städte Kochi, Kanpur und Port Blair sowie die Bundesstaaten Kerala, Uttar Pradesh und die Inselgruppen Andamanen und Nikobaren im Golf von Bengalen beim Aufbau einer nachhaltigen Bioabfallwirtschaft.

In Indien fallen derzeit 62 Millionen Tonnen feste Siedlungsabfälle pro Jahr an. Davon werden zwar 75 Prozent gesammelt, aber nur 20 Prozent verwertet. Der Großteil der gesammelten Abfälle landet auf Deponien und verschmutzt so die Umwelt. Es wird zudem geschätzt, dass sich das Abfallaufkommen bis 2030 mehr als verdoppeln und auf 165 Tonnen pro Jahr ansteigen wird.

50 Prozent des städtischen Abfalls besteht aus pflanzlichen und tierischen Resten. Indien hat das Potenzial daraus jährlich 5,4 Millionen Tonnen Kompost zu gewinnen. Jedoch stellt das Management organischer Abfälle für viele Gemeinden eine Herausforderung dar.

Strategieentwicklung vor Ort

Ziel der Zusammenarbeit ist es daher,  Mitarbeiter*innen auf kommunaler, bundesstaatlicher und Landesebene zu beraten, um eigene Strategien für eine nachhaltige Bioabfallwirtschaft zu entwickeln bzw. vorhandene Strategien zu überarbeiten und umzusetzen. Die GIZ unterstützt den Aufbau von Kapazitäten durch begleitende Schulungen und Ausbildungsmaßnahmen für die jeweiligen Behörden. Außerdem werden auf kommunaler und bundesstaatlicher Ebene Kommunikationskampagnen entwickelt, um die Bevölkerung für die Trennung und Verwertung von Bioabfällen zu sensibilisieren.

Weitere Informationen

Website der GIZ

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