Artikel

EXI auf der IFAT 2026: Ministerbesuch setzt Signal für Umwelttechnologien

Die Exportinitiative Umweltschutz des Bundesumweltministeriums präsentierte sich auf der IFAT 2026 als Partnerin für deutsche GreenTech-Unternehmen. Bundesumweltminister Carsten Schneider unterstrich die strategische Bedeutung von Umwelttechnologien für Wirtschaft und Sicherheit.

Die Exportinitiative Umweltschutz (EXI) war vom 4. bis 7. Mai 2026 auf der IFAT in München vertreten. Erstmals präsentiere sie sich am Gemeinschaftsstand des Netzwerks German Water Partnership. Die Weltleitmesse für Umwelttechnologien feierte in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen und versammelte rund 3.400 Aussteller, mehr als die Hälfte davon aus dem Ausland.

Ein Höhepunkt war der Besuch von Bundesumweltminister Carsten Schneider. Bei der Eröffnung betonte er: Umwelttechnologien seien längst kein „nice-to-have“ mehr. Sie bildeten eine zentrale Grundlage für wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlichen Wohlstand. Mit Verweis auf das Weltwirtschaftsforum betonte er, dass viele globale Risiken eng mit Umweltfragen verknüpft seien. Bei einem Messerundgang besuchte der Minister anschließend auch den EXI-Stand.

Projekte zeigen konkrete Lösungen

Wie die EXI deutsche Unternehmen bei der internationalen Markterschließung unterstützt, zeigten mehrere Projekte auf der Messe: In Sri Lanka arbeitet die Thermo-Systems GmbH gemeinsam mit der dortigen Auslandshandelskammer an einem solarbetriebenen System zur Klärschlammtrocknung. Ziel ist es, Entsorgung effizienter zu gestalten und eine energetische Verwertung zu ermöglichen.

Ein weiteres Beispiel ist das Projekt „pharmin2“ von up2e! in Indien. In Hyderabad hat das Projekt im Rahmen der EXI eine Pilotanlage zur Behandlung stark belasteter Abwässer in Betrieb genommen und zugleich lokales Fachpersonal qualifiziert. Die EXI verbindet damit technologische Lösungen mit nachhaltigem Wissenstransfer.

Auch international stieß das Förderprogramm auf Interesse: Delegationen aus verschiedenen Regionen, darunter Bolivien, Ägypten und dem Baltikum, nutzten die Gelegenheit zum Austausch über Kooperationsmöglichkeiten.

Netzwerk für internationale Märkte

Im Zentrum des Messeauftritts stand die Frage, wie Umweltschutz zum Wettbewerbsvorteil werden kann. Die EXI unterstützt Unternehmen dabei, internationale Netzwerke aufzubauen, marktvorbereitende Maßnahmen durchzuführen und Technologien unter realen Bedingungen zu erproben.

Als „Team Germany“ bringt das EXI-Netzwerk Akteure aus Wirtschaft, Politik und Forschung zusammen und erleichtert den Einstieg in neue Märkte. Das von der Projektträgerin ZUG betreute Förderprogramm begleitet Unternehmen entlang verschiedener Technologiereifegrade – von ersten Pilotprojekten bis hin zu Folgeinvestitionen.

Der Messeauftritt zeigt, dass die weltweite Nachfrage nach Lösungen für Wasser, Recycling und Kreislaufwirtschaft wächst. Für deutsche Unternehmen eröffnen sich damit neue Chancen. Die EXI unterstützt sie dabei, diese Potenziale zu erschließen und ihre Umweltlösungen international zu positionieren.