AHK Sri Lanka 2 – Klärschlamm BOI

Konzeptionierung eines Klärschlamm-Managementsystems in einer BOI-Industriezone

Zuwendungsempfangende

Delegation der Deutschen Wirtschaft in Sri Lanka (AHK Sri Lanka)

Kooperationen

Board of Investment (BOI)

Laufzeit

abgeschlossen

01.03.2025 bis 31.07.2026

Themengebiete

Wasser- und Abwasserwirtschaft

Förderschwerpunkte

  • Capacity Building
  • Durchführbarkeitsstudie
  • Internationale Vernetzung

Zielländer

Sri Lanka

Gruppenfoto der Delegation am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB)

Die Ausgangssituation

Um Sri Lanka für ausländische Direktinvestitionen attraktiver zu machen, etablierte die sri-lankische Investitionsförderungsagentur (Board of Investment, BOI) landesweit BOI-Industriezonen. Diese Zonen sollen durch industriefreundliche Infrastruktur und Regularien die Ansiedlung von (ausländischen) Unternehmen fördern.

Derzeit fehlt in diesen Industriezonen ein kosteneffektives und nachhaltiges Klärschlamm-Management. Klärschlammreste müssen oft mit Lastwagen abtransportiert und auf Deponien entsorgt werden. Die Ansiedlung von Unternehmen, für die der Einsatz von Chemikalien und gefährlichen Substanzen unabdingbar ist, bringt bei unzureichender Abfallverarbeitung Gefahren für die Umwelt mit sich. Um die Effektivität, Nachhaltigkeit und Sicherheit zu steigern sowie Kosten zu minimieren, ist ein wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiges Klärschlamm-Management notwendig.

Der Lösungsansatz

Das Projekt „Klärschlamm-Management in einer BOI-Zone“ entwickelte mithilfe deutscher Expertise ein innovatives Konzept für ein nachhaltiges Klärschlamm-Managementsystem für die Seethawaka Board of Investment (BOI) Zone in Sri Lanka.

Die Ziele und Maßnahmen

Im ersten Schritt startete das Projekt mit einer fachlichen Analyse der Seethawaka BOI-Zone. Im Rahmen einer Maßnahme zum Kapazitätsaufbau wurden BOI-Vertreter*innen sowie Unternehmen aus Sri Lanka nach Deutschland eingeladen. Während der Reise besichtigten sie Referenzprojekte, informierten sich über Technologien und traten mit deutschen Interessensvertreter*innen aus dem Abwasser- und Klärschlamm-Sektor in Kontakt.

Ein Schwerpunkt des Projekts war außerdem die Erarbeitung eines passgenauen Klärschlamm-Managementkonzepts für die Seethawaka BOI-Zone durch ein spezialisiertes deutsches Beratungsunternehmen. Dafür führten die Expert*innen eine Machbarkeitsstudie durch, die mögliche Lösungssysteme aufzeigt. 

Als nachhaltigste Lösung wurde die solare Trocknung des Klärschlamms vor Ort identifiziert. In einem späteren Schritt kann der Klärschlamm zusätzlich ausgefault werden. Die Lösung wurde mit den lokalen Beteiligten abgestimmt. Das Management der Industriezone wurde mit spezialisierten deutschen Technologiepartnern in Kontakt gebracht. Gemeinsam prüfen sie im Anschluss an das EXI-Projekt, wie sich die entwickelte Lösung in Sethawaka umsetzen und auf weitere Industriezonen in Sri Lanka übertragen lässt.