GIZ: CAP-SEA 2
Vermeidung von Einwegplastik in Thailand und Malaysia
Zuwendungsempfangende
Auftragnehmerin: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Kooperationen
- Thailand: Stadtverwaltung Bangkok (Bangkok Metropolitan Administration, BMA)
- Malaysia: Ökonomische Planungseinheit, Büro des Premierministers
Laufzeit
01.04.2023 bis 31.12.2025
Themengebiete
Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz
Förderschwerpunkte
- Capacity Building
- Pilot- und Modellvorhaben
Zielländer
Thailand, Malaysia
Das Modul zielte darauf ab, die Voraussetzungen für die Reduzierung und Vermeidung von Einwegkunststoffen und Verpackungsabfällen in Thailand und Malaysia zu schaffen. In Malaysia wurde zusätzlich zu Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) beraten. Dadurch wurden Möglichkeiten für den Einsatz von Umwelttechnologien geschaffen, beispielsweise für Pfandsysteme, Rückführlogistik, Sortier-, Sichtungs-, Trenn- und Recyclingtechnologien. Die passgenaue technische Lösungsfindung wurde durch gezieltes Matchmaking während lokaler Umwelttechnologiemessen unterstützt, auch durch die Kooperation thailändischer, malaysischer und deutscher Industrieverbände.
Malaysia
In Malaysia wurde die Beratung auf den politischen Empfehlungen zum Öko-Design aufgebaut, mit dem Ziel, mittelfristig die gesetzliche Grundlage für die teilweise bereits bestehenden Mindeststandards im Design, zum Beispiel für Plastikverpackungen, zu schaffen. Diese Mindeststandards sollen eine erhöhte Recycelbarkeit und einen höheren Anteil an recyceltem Material vorschreiben sowie umweltschädliche Chemikalien regulieren.
Zu Beginn des Vorhabens wurden die institutionellen und gesetzlichen Rahmenbedingungen analysiert, um Empfehlungen zur Verankerung der Öko-Design-Richtlinie zu erarbeiten. Anschließend unterstützte das Projekt den Aufbau der Kapazitäten zur Umsetzung und Überwachung der Reform. Gleichzeitig wurden Produktgruppen ausgewählt, die zur Reduzierung von Einwegplastik beitragen können, und neue Öko-Design-Standards entwickelt oder bestehende überarbeitet. Diese Auswahl und Entwicklung basiert auch auf einer spezifischen Studie zu problematischen Plastiksorten in Malaysia.
Anschließend wurden die neuen Standards testweise mit Vorreitern der Industrie umgesetzt. Die Ergebnisse dieses Testlaufs wurden ausgewertet und flossen in die gesetzliche Beratung ein. Zusätzlich wurden technische Richtlinien erstellt und mit relevanten Akteuren geteilt.
Das Projekt bot auch Politikberatung, um die Entwicklung eines rechtlichen Rahmens für Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) mit den Hauptakteuren zu unterstützen.
Thailand
In Thailand lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Mehrweg- und/oder Pfandsystemen für öffentliche Veranstaltungen und Festivals. Internationale Erfahrungen zeigen, dass die Einführung solcher lokaler Mehrweg-/Pfandsysteme ein großes Potenzial zur Vermeidung von Abfällen bietet. Die Erfahrungen aus der ersten Phase des CAP SEA Vorhabens haben jedoch gezeigt, dass solche Systeme nur dann erfolgreich sind, wenn sie lokal verankert und von öffentlichen Politikerinnen und Politikern unterstützt werden.
Die Stadt Bangkok hat ehrgeizige Umweltziele, darunter die Reduktion von Müll. Aus diesem Grund zeigt die Stadtverwaltung von Bangkok großes Interesse an einer Kooperation mit dem CAP SEA Projekt zur Entwicklung von Ansätzen zur Vermeidung von Einwegplastik. Das Vorhaben entwickelte einen Leitfaden zur Vermeidung von Einwegplastik durch lokale Mehrweg- und/oder Pfandsysteme auf kommunaler Ebene. Darüber hinaus unterstützte das Vorhaben die Einführung von Wasserspendern (Refill Systems) in Bangkok, indem es Empfehlungen für den Einsatz und die Wartung solcher Refill Systeme erarbeitete.
Das Projekt baute auf den Erfahrungen, Partnerschaften und erfolgreichen Implementierung des Projekts „Management organischer Abfälle in Indien“ von 2021 bis März 2023 auf.
Kontakt
Alvaro Zurita E-Mail
Weitere Informationen
Factsheet: Vermeidung von Einwegplastik in Südostasien (PDF, 494 kb, barrierefrei)
GIZ Globalvorhaben "Umweltschutz weltweit"
Malaysische Delegation informiert sich über Kreislaufwirtschaft in Europa (Meldung)
Gemeinsame Maßnahmen zur Vermeidung von Einwegplastik in Südostasien (Publikation)
