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IFAT 2024: EXI präsentierte sich auf größter Messe für Umwelttechnologien

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Mitte) mit dem gesamten Team vom BMUV-Stand, darunter das EXI-Referat im Bundesumweltministerium.

Die Exportinitiative Umweltschutz hat sich vom 13.-17. Mai auf der IFAT in München, der Leitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft präsentiert. Zusammen mit weiteren Partnern war die EXI Teil des Gemeinschaftsstands des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV).

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hielt am 13.5.2024 die offizielle Eröffnungsrede der IFAT. Darin erwähnte sie die Bedeutung der Förderprogramme und nannte namentlich die Exportinitiative Umweltschutz. Im Rahmen ihres anschließenden Messerundgangs besuchte sie auch den Gemeinschaftsstand des Bundesumweltministeriums.

Nilgün Parker, Leiterin des Referats für „Nachhaltige Finanzpolitik, Umwelt und Außenwirtschaftsförderung“ im Bundesumweltministerium begrüßte Frau Lemke und stellte die dort vertretenen Organisationen und Programme vor: Neben der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) waren Umweltbundesamt, VDI Zentrum Ressourceneffizienz, Prevent Waste Alliance, German RETech Partnership e. V. und zwei weitere von der ZUG gGmbH betreute Förderprogramme am Stand vertreten.

Nilgün Parker, Referatsleiterin beim BMUV (vorne 2. v. r) führte die Ministerin Steffi Lemke (vorne 1. v. r) über den Stand und erläuterte Eckpunkte der EXI.

„Wir freuen uns sehr, wieder auf dem BMUV-Stand mit der EXI sein zu können. Die IFAT ist für uns eine wichtige Leitmesse, da sie perfekt adressiert, was wir international umsetzen: GreenTech-Projekte mit hohem Umweltnutzen. Und dabei fungiert die EXI als Brückenbauerin, denn sie schließt die Lücke zwischen Umweltpolitik und der Außenwirtschaftsförderung“, so Nilgün Parker.

Gut besuchter Messestand und ausgebuchte Paneldiskussion

Vor internationalem Publikum diskutierten BMUV, RETech, GIZ, DIHK, NOW über Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil und informierten über Eckpfeiler der EXI.

Während der gesamten fünf Tage wurden am Messestand internationale Delegationen empfangen, persönliche Beratungsgespräche geführt und Ziele, Kennzahlen und wichtige Eckpunkte der EXI präsentiert.

Neben der fachlichen Beratung durch das Team der ZUG gGmbH haben EXI-Partnerorganisationen interessante Sideevents mit Bezug zum Förderprogramm organisiert. Unter anderem gehörte hierzu die von der GIZ vorbereitete Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil – Wie Deutschland international zum Umweltschutz beitragen kann“. Rund 60 Personen folgten der Diskussion von Nilgün Parker, Referatsleiterin BMUV, Beatrice Decker, Projektleiterin, RETech, Vera Massie, Portfoliomanagerin Wasser, AHK Südliches Afrika, Sabine Ziem-Milojevic, Teamleiterin Internationale Energiekonzepte, NOW und Markus Lücke, Projektleiter, GIZ Globalprojekt "Umweltschutz weltweit". Moderiert wurde die Veranstaltung von Daniel Roos, Leiter Fachgebiet Internationale Umwelttechnologie und nachhaltige Wirtschaft der ZUG gGmbH.

Die wichtigen EXI-Komponenten Zuwendungen im Skizzenverfahren und Aufträge über die Partner der EXI wurden für das internationale Publikum auf der Orange Stage herausgearbeitet. Hervorgehoben wurde, dass insbesondere bei der Suche nach geeigneten Kooperationen die EXI-Partner DIHK Service GmbH, GIZ und RETech unterstützen und vor Ort ansprechbar sind. Die Paneldiskussion hat auch bewirkt, dass die anschließend am BMUV-Gemeinschaftsstand durchgeführte EXI-Präsentation ausgebucht war.

Oliver Larsen präsentiert vor einer Gruppe Besuchender
Oliver Larsen, fachlicher Projektmanagerin für die EXI bei der ZUG gGmbH präsentierte Ziele, Fördermöglichkeiten und Kennzahlen des Förderprogramms.

Neun EXI-Projekte präsentierten sich an zwölf Ständen

Die EXI war aber insgesamt während der fünf Messetage in München sehr gut vertreten: An zwölf Ständen von Zuwendungsemfangenden und Partnerganisationen stellten sich neun geförderte EXI-Projekte vor. Im Bereich Wasser/Abwasser waren das

  • AQUA- Hub: Water Innovation Hubs und smartes Wassermonitoring
  • ANAJO: Vorbehandlung von kommunalem Abwasser durch anaerobe Technologien
  • InReUse: Aufbereitung von Industriewasser mit  Membranbioreaktor- und Umkehrosmose-Systemen 
  • VINETA: Niederdruck-Membranverfahren für die dezentrale Trinkwasseraufbereitung
  • PharmIn2: Effiziente Behandlung von Abwässer der pharmazeutischen Industrie
  • NEWA-LIMA: Neue Wasserressourcen für Metropolregionen mit aridem Klima

Für den Themenfokus Kreislaufwirtschaft stellten sich vor:

  • EAG2-Rec: Nachhaltiges Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten
  • ReSoCart-ED: Recycling-Lösung für nicht wiederverwertbare Druckerpatronen
  • S-IRCLE: Kreislauffähige Biogastechnik

 „Wasseraufbereitung, Vermeidung und Wiederaufbereitung von Abfall, Aufbau zirkulärer Stoffströme, all das sind Themen, zu denen die EXI-Projekte beitragen. Einen Einblick in die Vielfalt unserer Projekte zu bekommen, sich persönlich austauschen zu können und mit neuen Impulsen und Learnings an den Schreibtisch zurückzukehren, ist aus meiner Sicht unglaublich gewinnbringend“, so Daniel Roos, Leitung Fachgebiet Internationale Umwelttechnologie und nachhaltige Wirtschaft der Projektträgerin ZUG gGmbH.

Über die IFAT

Die Umwelttechnologiemesse IFAT versteht sich als Lösungsplattform, Netzwerkveranstaltung und Wissenshub. Sie bringt die wichtigsten internationalen Branchenvertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Als größte Fachmesse für die Bereiche Wasser, Abwasser, Recycling und Kommunaltechnik bietet die IFAT Munich Ideen und Lösungen für industrielle und kommunale Herausforderungen. Zu den Themen im Fokus der IFAT 2024 zählen unter anderem Digitalisierung, Recycling, Trinkwasserversorgung, Klimaresilienz und Kommunaltechnik.