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Waste2Wealth eröffnet Demonstrationscontainer für nachhaltige Landwirtschaft in Georgien

Der Container wurde in feierlichem Rahmen eröffnet.

In der georgischen Region Kachetien wurde der Demonstrationscontainer des EXI-Projekts Waste2Wealth eröffnet. Die Anlage zeigt praxisnah, wie landwirtschaftliche Reststoffe nachhaltig genutzt und in neue Wertschöpfung überführt werden können.

Am 5. Mai 2026 hat das EXI-Projekt Waste2Wealth seinen Demonstrationscontainer in der georgischen Region Kachetien offiziell eröffnet. Auf dem Gelände der Georgian Farmers’ Association (GFA) entstand damit ein neuer Ort für Austausch und praxisnahe Demonstrationen. Die Anlage macht deutsche Umwelttechnologien zur Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe direkt vor Ort erlebbar.

Das Projekt Waste2Wealth wird im Rahmen der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. Ziel ist es, nachhaltige Landwirtschaft in Georgien zu stärken und deutsche Unternehmen aus dem Bereich der Bioproduktion einzubinden.

Landwirtschaftliche Reststoffe bieten großes Potenzial für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft. Das Projekt zeigt, wie sich diese Stoffströme sinnvoll nutzen und in neue Wertschöpfung überführen lassen. Im Demonstrationscontainer kommen dafür verschiedene Technologien zum Einsatz – darunter Anlagen für Biogas- und Biokohle, Kompostierungssysteme sowie eine Hammermühle mit Pelletpresse. Digitale Lernangebote ergänzen das Konzept.

Austausch zwischen Landwirtschaft, Forschung und Politik

Zur Eröffnung kamen rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zusammen. Neben georgischen Institutionen nahmen auch landwirtschaftliche Betriebe, Start-ups und internationale Organisationen teil. In ihren Grußworten betonten die Beteiligten die Bedeutung nachhaltiger Landwirtschaft, effizienter Ressourcennutzung und der deutsch-georgischen Zusammenarbeit.

Auch der EU-Botschafter in Georgien, Pawel Herczynski, hob das Interesse der Europäischen Union an einer nachhaltigen Entwicklung des georgischen Agrarsektors hervor. Gleichzeitig würdigte er das deutsche Engagement im Rahmen des Projekts und zeigte sich offen für eine Zusammenarbeit mit der EU-Vertretung in Georgien.

Im Anschluss erkundeten die Teilnehmenden den Demonstrationscontainer an interaktiven Stationen. Vorgestellt wurden Verfahren zur Erzeugung von Biogas, Biokohle, Kompostierung und Pelletierung sowie digitale Lernangebote. Im Mittelpunkt standen die Einsatzmöglichkeiten der Technologien und geeignete Ausgangsmaterialien.

Schulungen und langfristige Nutzung

Direkt nach der Eröffnung startete ein mehrstündiger Trainingskurs zur Nutzung des Containers und seiner technischen Komponenten. Gemeinsam mit den Projektpartnern von inter 3, der BTU Cottbus-Senftenberg sowie Reichmann Biotechnik testeten die Teilnehmenden einzelne Anlagen und erhielten Einblicke in technische Abläufe und typische Herausforderungen im Betrieb.

Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme. Künftig soll der Demonstrationscontainer regelmäßig für Schulungen, Veranstaltungen und Delegationsbesuche genutzt werden. Die Georgian Farmers’ Association plant mehrere Einsätze pro Jahr und möchte den Standort langfristig als Anlaufstelle für nachhaltige Landwirtschaft und Reststoffverwertung in Kachetien etablieren. Darüber hinaus soll am Standort des Containers künftig eine Biosgasanlage entstehen. Im Rahmen des Projekts sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, die Anlage sowie die dazugehörige technische Ausstattung von deutschen Unternehmen zu beziehen.