Deutsch-tansanische Partnerschaft stärkt den Wassersektor mit GreenTech
Neue Weiterbildungsangebote, ein deutsch-tansanisches Innovationsforum und ein dauerhaftes Netzwerk: Das erste GreenTech-Innovationsprogramm hat wichtige Impulse für die Zukunft des Wasser- und Abwassersektors in Tansania gesetzt.
Die AHK Ostafrika hat gemeinsam mit lokalen Partnern im Rahmen der Exportinitiative Umweltschutz des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) das erste deutsch-tansanische GreenTech Innovationsprogramm durchgeführt. Ziel des Projekts war es, die Zusammenarbeit zwischen deutschen GreenTech-Unternehmen und tansanischen Akteuren im Wasser- und Abwassersektor zu stärken. So unterstützte es die nachhaltige Modernisierung der Infrastruktur.
Das Projekt qualifizierte Fachkräfte, förderte den Wissensaustausch, erhöhte die Markttransparenz und initiierte neue Kooperationen. Gleichzeitig verband es Weiterbildung, Technologiedialog und Vernetzung. Damit legten die Projektpartner wichtige Grundlagen für die weitere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tansania.
Weiterbildung und Technologiedialog
Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist der angepasste IWAMI-Lehrgang für die berufliche Weiterbildung im Wassersektor. Das Projektteam passte den international entwickelten Kurs inhaltlich, didaktisch und sprachlich an die lokalen Anforderungen an. Daraus entstanden vier Module zu Wasserversorgung, integriertem Umweltschutz und Wasserknappheit, industrieller Wassernutzung sowie Abwasserbehandlung und -entsorgung.
Die Lerninhalte stehen auf der digitalen Plattform ATINGI in Englisch und Kiswahili zur Verfügung. Fachkräfte und berufliche Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger können dadurch langfristig und landesweit auf die Schulungsangebote zugreifen.
Ein weiterer Meilenstein war die erste German-Tanzanian GreenTech Innovation Week im Februar 2025. Die Veranstaltung brachte deutsche Umwelttechnologieunternehmen mit tansanischen Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Industrie und Forschung zusammen. Sie erhöhte die Markttransparenz, stellte konkrete Technologien vor und half dabei, Potenziale für gemeinsame Projekte und Kooperationen im Wasser- und Abwassersektor zu identifizieren.
Netzwerk für die Zukunft
Die Projektpartner gründeten die German-Tanzanian GreenTech Working Group, damit Unternehmen, Behörden, Verbände, Forschungseinrichtungen und deutsche Firmen ihren Austausch langfristig fortsetzen können. Die Arbeitsgruppe schafft einen festen Rahmen für den Dialog und setzt ihre Arbeit auch nach dem offiziellen Projektende fort.
Das Programm stärkte Fachkompetenzen, intensivierte den Technologiedialog und etablierte dauerhafte Netzwerke. Damit unterstützt es den Einsatz innovativer Umwelttechnologien im tansanischen Wasser- und Abwassersektor und eröffnet neue Perspektiven für die deutsch-tansanische Zusammenarbeit.



