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AHK Neuseeland: Durch Wasserstoff zur grünen Energiewende im Pazifik

Vertreterinnen und Vertreter der Public Service Commission sowie der Ministerien für Finanzen, Tourismus und Umwelt bei einem Workshop auf Tonga

Die AHK Neuseeland, NOW GmbH und das Reiner-Lemoine-Institut haben ein EXI-Projekt grünen Wasserstoff auf den Pazifischen Inseln durchgeführt. Ziel ist es, technologische Fortschritte zu übertragen, die lokale Wirtschaft zu diversifizieren, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und ein skalierbares Modell für die Region zu entwickeln.

Grüne Wasserstofftechnologien können eine Schlüsseltechnologie für die Pazifischen Inseln darstellen, da sie eine nachhaltige und unabhängige Energieversorgung ermöglichen. Aufgrund ihrer geografischen Isolation und der begrenzten Verfügbarkeit konventioneller Energiequellen sind diese Inseln besonders anfällig für Energieunsicherheit und hohe Treibstoffkosten. Der Einsatz von grünem Wasserstoff, der durch erneuerbare Energien wie Solarkraft erzeugt wird, bietet eine effiziente Lösung zur Speicherung überschüssiger Energie und gewährleistet eine zuverlässige Versorgung, selbst in abgelegenen Gebieten.

Warum die Pazifischen Inseln?  

Die Pazifischen Inseln sind direkt von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, wie dem steigenden Meeresspiegel und zunehmenden Wetterextremen. Dies verstärkt die Notwendigkeit für resiliente und klimafreundliche Technologien. Zusätzlich bieten die natürlichen Ressourcen optimale Bedingungen für die Produktion von grünem Wasserstoff.

Iris Heinz, AHK Neuseeland, und Halatoa Fua, Direktor der National Environment Service, bei einem Treffen auf den Cook Islands.

Rolle der Exportinitiative in der Region

Aufgrund der guten Voraussetzungen für die Erzeugung erneuerbarer Energie besitzen die Pazifischen Inseln ein hohes Potenzial für Verbesserungen durch innovative Energielösungen. Das Projekt der AHK Neuseeland zeigt, dass nachhaltige Energiequellen effizient in bestehende Infrastrukturen integriert werden können. Zudem stärkt es Deutschlands Führungsrolle im internationalen Klimaschutz.  Durch die Implementierung von Wasserstofftechnologien kann deutsche Umwelttechnologie zur Energieunabhängigkeit im Pazifik beizutragen, ökologische Nachhaltigkeit fördern und die lokale Wirtschaft stärken.

Insellösung im doppelten Sinne

Die Anwendung von Wasserstofftechnologien auf den Pazifischen Inseln ist eine „Insellösung“ im doppelten Sinne. Einerseits bietet sie praktische Energielösungen für geografisch isolierte Inseln und Standorte. Andererseits schafft sie eine autonome und dezentrale Energieversorgung, die unabhängig von externen Energiequellen funktioniert. Die Pazifischen Inseln können damit zu Leuchttürmen globaler Nachhaltigkeit werden.

Die AHK Neuseeland zu Besuch bei der Electric Power Corporation auf Samoa (v.l.n.r.: Mr. Faumuina Tauilili lese Toimoana, General Manager; Mr. Papalii Jovesa Ah Kuoi, Chief Engineer; Mr. Chris Fruean, Senior Engineer; Mr. Si’u Fanolua, Senior Engineer Development).

Umwelt- und Gemeinschaftsbewusstsein im Tourismus

Insbesondere bei den in der Umfeldanalyse dargestellten Fallbeispielen auf Fidschi und den Cookinseln zeigte sich während der Gespräche mit den Resortbetreibern ein starker Gemeinschaftssinn. Das Einbeziehen der lokalen Bevölkerung in die Projektplanung hat oft zu einer erfolgreichen Symbiose zwischen den Kommunen und Resorts geführt. Die geografische Isolation hat dabei den Nährboden für bahnbrechende Innovationen geschaffen, die weltweit als Modelle der Nachhaltigkeit dienen können.