10 Jahre Exportinitiative Umweltschutz: CleanTech gemeinsam international voranbringen
Zu Ihrem zehnjährigen Jubiläum brachte die Exportinitiative Umweltschutz auf der CleanTech-Konferenz 2026 in Berlin rund 220 Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen Wettbewerbsfähigkeit, internationale Märkte und starke Partnerschaften.
Am 3. und 4. September fand die CleanTech-Konferenz der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) statt. Im Auftrag des BMUKN richtete die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH die Veranstaltung gemeinsam mit dem Projektteam der „Chambers for GreenTech“ der DIHK Service GmbH im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin aus.
Die Veranstaltung bot Gelegenheit nach zehn Jahren Exportinitiative Bilanz zu ziehen und zugleich den Blick nach vorn zu richten. Im Fokus stand die Frage, wie Politik und Wirtschaft gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Umweltwirtschaft stärken und zugleich den globalen Umweltschutz voranbringen können.
Den Auftakt bildete ein Get-together am Abend des 3. Septembers 2026. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung der EXI für die internationale Verbreitung von Umwelttechnologien. Ein Rückblick auf zehn Jahre Exportinitiative zeigte anschließend, welche Entwicklungen das Förderprogramm angestoßen hat und wie sich die geförderten Projekte in den Partnerländern weiterentwickelt haben.
Dialog zwischen Politik und Wirtschaft
Nach Grußworten von Dr. Helena Melnikov, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), und Dr. Constanze Haug, Geschäftsführerin der Projektträgerin ZUG, eröffnete Bundesumweltminister Carsten Schneider den Konferenztag am 4. September 2026 mit einer Keynote. Er hob hervor, dass innovative Umwelttechnologien einen wichtigen Beitrag zu wirtschaftlicher Stärke und zum Schutz natürlicher Lebensgrundlagen leisten:
„Clean-Tech hat sich zu einer industriellen Schlüsselbranche für Deutschland entwickelt. Das Wachstum der Zukunft wird maßgeblich von Umwelttechnologien generiert werden, gerade in Deutschland. Deutsche Unternehmen sind stark im Bereich Umweltschutz und die Nachfrage nach umweltschonenden Lösungen wächst weltweit. Das eröffnet Chancen für deutsche Unternehmen. Mit der Exportinitiative Umweltschutz helfen wir deutschen Unternehmen dabei, Exportchancen zu nutzen und tun zugleich etwas für die Umwelt weltweit.“
Im anschließenden Gespräch diskutierte der Bundesumweltminister mit Dr. Volker Treier, Außenwirtschaftschef und Mitglied der Hauptgeschäftsführung der DIHK, Dr. Anne Lamp, CEO von traceless materials, und Frank Posnanski, CFO von Sunfire SE, über die Zukunft von „CleanTech Made in Germany“. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen geopolitischer Veränderungen, neue Handelsbeziehungen und die Frage, wie Politik und Wirtschaft gemeinsam verlässliche Rahmenbedingungen schaffen können, damit Innovationen schneller internationale Märkte erreichen.
Projekte zeigen internationale Wirkung
Eine begleitende Ausstellung machte die Erfolge des Förderprogramms greifbar. Die EXI-Projekte AHK Kasachstan 2, Waste2Wealth, WECISA, NEWA 2, SUA, HygO und Green-H2Islands stellten ihre Umwelttechnologien vor. Sie zeigen beispielhaft, wie deutsche Unternehmen und Organisationen gemeinsam mit internationalen Partnern Lösungen für nachhaltige Abfallwirtschaft, Wassermanagement, Stadtentwicklung und erneuerbare Energien entwickeln und in die Praxis bringen.
Internationale Märkte gemeinsam gestalten
Ein Impulsvortrag von Jens Burchardt, Managing Director & Partner der Boston Consulting Group, beleuchtete die Potenziale internationaler CleanTech-Märkte. In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschten sich Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Verbänden und Außenwirtschaft über Chancen und Herausforderungen der deutschen Umweltwirtschaft in einem veränderten geopolitischen Umfeld aus.
Am Nachmittag vertieften die Teilnehmenden die Themen in vier Workshops. Sie diskutierten über die strategische Außenwirtschaftsförderung, Strategien zur Nachfrageentwicklung, neue Finanzierungsansätze und die Rolle von CleanTech-Start-ups als Innovationstreiber. Ein Graphic Recording fasste die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und leitete den abschließenden Ausblick auf die Weiterentwicklung der Exportinitiative bis 2036 ein.
Zehn Jahre Exportinitiative – mit Blick nach vorn
Seit 2016 unterstützt die Exportinitiative Umweltschutz deutsche Unternehmen dabei, innovative Umwelttechnologien international zu verbreiten. Inzwischen hat das Förderprogramm mehr als 200 Vorhaben in zahlreichen Partnerländern begleitet und damit wirtschaftliche Zusammenarbeit, Technologietransfer sowie Umwelt- und Ressourcenschutz gleichermaßen gestärkt.
Nilgün Parker, Referatsleiterin „Industriepolitische Grundsatzfragen der Umweltpolitik, nachhaltige Finanz- und Investitionspolitik“ des Bundesumweltministeriums:
„Zehn Jahre Exportinitiative Umweltschutz zeigen, dass internationale Wettbewerbsfähigkeit und ambitionierter Umweltschutz Hand in Hand gehen. Wenn wir unsere technologischen Stärken bündeln und als ‚Team Germany‘ international auftreten, können wir aus unseren innovativen Stärken erfolgreiche Lösungen für globale Märkte machen. Die EXI hat dafür in den vergangenen zehn Jahren wichtige Strukturen und Netzwerke geschaffen. Darauf können wir aufbauen.“
Die CleanTech-Konferenz 2026 machte deutlich, dass die großen Umwelt- und Transformationsaufgaben nur gemeinsam gelingen. Der enge Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie die internationale Zusammenarbeit der EXI-Projekte schaffen wichtige Voraussetzungen, damit innovative Umwelttechnologien ihre Wirkung weltweit entfalten können.























