Abfall

Die Müllberge werden sich rund um den Globus zu gigantischen Gebirgen auftürmen. Im Jahr 2100 werden wir elf Tonnen Abfall täglich produzieren. Davon geht die Weltbank-Studie „What a Waste: A Global Review of Solid Waste Management“ aus, wenn sich an dem bisherigen Handeln nichts ändert.

Das Abfallaufkommen ist weltweit ungleich verteilt. Den meisten Müll produzieren die Industrieländer Europas und Nordamerikas. Es zeichnet sich ab, dass die Müllmenge im Zuge der ökonomischen Entwicklung auch in vielen Schwellenländern weiter zunehmen wird. In den OECD-Staaten erwarten die Autoren der Weltbankstudie den Höchststand der Müllproduktion im Jahr 2050. Das Müllaufkommen in Ostasien wird den Peak voraussichtlich 2075 erreichen.

Infrastruktur für sachgerechte Abfallentsorgung

In den meisten Entwicklungs- und Schwellenländern ist die Infrastruktur zur Abfallentsorgung unzureichend oder gar nicht vorhanden. Ungeregelte Lagerung, illegale Deponien und Müllverbrennung unter freiem Himmel führen zu erheblichen Umweltbelastungen und Gesundheitsrisiken. Verunreinigungen des Bodens, des Grundwassers und der Oberflächengewässer schädigen die Ökosysteme.

Die nicht sachgerechte Behandlung und Deponierung von Abfall hat auch erhebliche Auswirkungen auf das Klima. Durch die Vergärung organischer Abfallbestandteile entstehen Deponiegase. Sie enthalten das klimaschädliche Methan-Gas.

Damit die Müllberge nicht in den Himmel wachsen, gilt es weltweit die Kreislaufwirtschaft auszubauen. Sie wird von zwei Merkmalen charakterisiert: Abfallvermeidung und Rückgewinnung von Wertstoffen. In beiden Bereichen werden Projekte von der Exportinitiative Umwelttechnologien gefördert.