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Kreislaufwirtschaft als Baustein der globalen Wirtschafts- und Finanzkreisläufe

Paneldiskussion beim Global Solutions Summit in Berlin mit Shuva Raha, Yame Toto Follett Nkgowe, Rakesh Kasturi, Astrid Schomaker, Izabella Teixeira (v. l. n. r.)

Im Auftrag der BMUV Exportinitiative Umweltschutz kuratierte die GIZ einen Programmpunkt zum transformativen Potenzial der Kreislaufwirtschaft auf dem diesjährigen Global Solutions Summit in Berlin.

Am 15. und 16. Mai 2023 fand der Global Solutions Summit in Berlin statt. Eine internationale Konferenz, bei der seit 2017 jedes Jahr Menschen aus aller Welt von unterschiedlichen Organisationen und Instituten zusammenkommen, um über systemische Krisen und globale Lösungsansätze zu diskutieren.

Die Konferenz stand in diesem Jahr unter dem Motto „Gesellschaften neu ausrichten: Auf dem Weg hin zu einer nachhaltigen, integrativen und gemeinsamen Zukunft“.  

Im Auftrag der BMUV Exportinitiative Umweltschutz kuratierte die GIZ einen Programmpunkt zum transformativen Potenzial der Kreislaufwirtschaft. Auf dem Panel diskutierten Astrid Schomaker (Europäische Kommission), Izabella Teixeira (UNEP), Shuva Rava (Rat Energie, Wasser und Umwelt), Yame Toto Follett Nkgowe (Africa Place & Equity City Foundation, Botswana, Circular Economy Coalition Norway).

Die Diskussion zeigte, dass Länder gemeinsame Informationssysteme brauchen, um die Vorteile und den Weg zu einer Kreislaufwirtschaft greifbar und nachvollziehbar zu machen. Der Durchbruch der ‚Circular Economy‘ werde erst gelingen, wenn sie ein wesentlicher Baustein der globalen Wirtschafts- und Finanzkreisläufe sei.

Die Panelist*innen waren sich einig, dass wir als Gesellschaften weiterhin am Anfang einer Wende zur Kreislaufwirtschaft stehen, die erst noch vollzogen werden muss. Die Wende wird von Ländern erst vollzogen werden, wenn es sich für sie auszahlt, ihre eigenen (dringend benötigten) Materialien und Ressourcen wieder zu benutzen. Hierbei gehe es um den ökonomischen Nutzen und um den Saldo aus Beschäftigungsverlusten und Gewinnen, was insbesondere informelle Erwerbsquellen einschließt. Zugleich gehe es um den ökologischen Gewinn. Bislang seien diese Vorteile für die Länder nicht sichtbar. Es fehlt, insbesondere im globalen Süden an Daten, Umfragen, Fallstudien, die ermöglichen Entscheidungsträger*innen in den Ländern zu informieren, Ziele zu setzen und nachzuverfolgen. Für die Zukunft sei es also entscheidend, wie durch subnationale, sektorspezifische Aktionen und nationale Ambitionen in den Ländern vorgegangen wird und somit die Kreislaufwirtschaft ein wesentlicher Baustein der globalen Wirtschafts- und Finanzkreisläufe wird.