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Deutsch-Indonesische Industrie- und Handelskammer führt drittes Seminar zu besserem Abfallmanagement durch

Silviana Chandra von Waste4Change, Annisa Paramita von Indonesia Packaging Recovery Organization (IPRO), Rita N von Dinas Lingkungan Hidup DKI Jakarta (DKI Jakarta environmental agency), Warthane Puvanarajah von der deutschen Botschaft und Martin Kohoutek von der AHK Indonesien (v. l. n. r.)

Eine Meldung der AHK Indonesien

Am 22. September 2022 veranstaltete die Deutsch-Indonesische Industrie- und Handelskammer (EKONID) in Zusammenarbeit mit der Indonesia Packaging Recovery Organization (IPRO) und der DKI Jakarta Environmental Agency mit Unterstützung des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) ein Hybrid-Seminar mit dem Titel "Waste Management - Shared Responsibilities Adoption in Indonesia and Abroad".

Es ist das dritte einer Reihe von Seminaren zur Förderung eines besseren Abfallmanagements im Rahmen der erweiterten Produzentenverantwortung (EPR). Es nahmen 70 TeilnehmerInnen online und 20 TeilnehmerInnen vor Ort im Tebet Eco Park in Jakarta teil.

Die indonesische Regierung hat mit der Ministerialverordnung Nr. 75/2019 die Bedeutung der Herstellerverantwortung für die Abfallreduzierung und das Erreichen des Ziels einer 30-prozentigen Abfallreduzierung bis 2030 hervorgehoben. Die Umsetzung der Verordnung steht jedoch weiterhin vor Herausforderungen, wie dem Fehlen eines kollektiven Sammelsystems, einer fehlenden Koordinierung zwischen den Akteuren und einem Mangel an Infrastruktur und finanzieller Unterstützung für die Industrie. EKONID, welche auch im Rahmen der Initiative "Exportinitiative Umweltschutz" tätig ist, versucht, diese Probleme im Rahmen seiner Bemühungen zur Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels anzugehen.

Die erste Veranstaltung, die im März 2022 stattfand, beleuchtete das Thema der Abfallsammlung für Recyclingbemühungen aus der Sicht der Abfallbanken, wohingegen das zweite Seminar, das im Juni 2022 stattfand, eine fundierte Diskussion über Abfallreduzierungs- und Recyclinginitiativen aus dem Einzelhandel ermöglichte. Auf dem dritten Seminar diskutierte ein breiteres Spektrum von Interessengruppen, darunter VertreterInnen von Unternehmen und Organisationen aus Indien, Kanada und Tunesien, über die Notwendigkeit einer gemeinsamen Verantwortung. 

"Die Abfallbewirtschaftung erfordert die Einbeziehung und Unterstützung eines breiten Spektrums von Interessensgruppen, angefangen bei den Haushalten bis hin zu den höchsten politischen Ebenen. Deshalb haben wir versucht, verschiedene Interessengruppen in unsere Veranstaltungen einzubeziehen", sagte Martin Kohoutek, stellvertretender Geschäftsführer bei EKONID.

"In Zukunft wollen wir als EKONID auch andere EPR-Ansätze unterstützen. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, können Sie sich auf unserer Website informieren", fügte er hinzu und verwies auf epr-indonesia – eine von EKONID mit Unterstützung des BMUV entwickelte Website.

Weitere Informationen

Zur Webseite von epr-indonesia