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Bundesumweltministerium fördert mit EXI-Projekten Batterierecycling weltweit

Projekte der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) in Ghana, Indonesien, Kambodscha und Thailand zeigen Wege, wertvolle Rohstoffe aus Batterien zurückzugewinnen und Umweltbelastungen zu verringern.

Die Exportinitiative Umweltschutz (EXI) des Bundesumweltministeriums unterstützt deutsche Unternehmen, die im Ausland Projekte zum Batterierecycling aufbauen und umsetzen. Dadurch fördert sie innovative und umweltschonende Recyclingtechnologien und -prozesse, um die Ressourcennutzung zu optimieren, die Umweltbelastung zu reduzieren und die Wirtschaft zu stärken.

Batterien kommen in Elektroautos, E-Bikes, Smartphones, Laptops und Energiespeichern zum Einsatz. Ihre steigende Nutzung erzeugt immer mehr Altbatterien, die fachgerecht gesammelt, behandelt und recycelt werden müssen. Batterierecycling ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Circular Economy und schützt Boden, Wasser und Luft vor Schadstoffen. Gleichzeitig sichert es Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt.

Die Europäische Union regelt das Batterierecycling in der EU-Batterieverordnung, die Mindestanforderungen für Sammlung, Behandlung und Wiederverwertung von Batterien vorschreibt und die Nutzung recycelter Materialien in neuen Batterien fördert. Deutschland setzt diese Vorgaben beispielsweise über die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie um.

Die geförderten Projekte zeigen, dass Batterierecycling weltweit effizient funktionieren kann und dringend notwendig ist. Deutsche GreenTech-Unternehmen arbeiten darin mit internationalen Partnern zusammen, um Recyclingstrukturen vor Ort aufzubauen und Technologien an lokale Bedingungen anzupassen. Dadurch schließen sie Stoffkreisläufe und stärken die Circular Economy.

Globale Projekte im Überblick

In Indonesien recycelt das Projekt EV-Recycling-IDN Batterien aus E-Zweirädern sicher. Die Demonstrationsanlage verbindet technische Schulungen, praktische Recyclingprozesse und Politikdialog. So entsteht ein dauerhaftes Weiterbildungszentrum für Batterierecycling. Dort bilden Fachkräfte andere Fachkräfte aus und legen die Basis für eine nachhaltige Batteriewirtschaft.

BATTPRO baut Recyclingstrukturen in Kambodscha und Thailand auf. Dort fehlen bisher funktionierende Systeme für Haushalts- und Lithium-Ionen-Batterien. Das Projekt entwickelt länderspezifische Pläne, vernetzt lokale Akteure und führt die Grundlagen für ein Extended Producer Responsibility System (EPR-System) ein. BATTPRO reduziert die Umweltauswirkungen unsachgemäß entsorgter Batterien und schafft nachhaltige Sammel- und Verwertungsstrukturen.

Das Projekt EAG2-Rec in Ghana entwickelte ein Konzept zur nachhaltigen Aufbereitung von Elektro- und Elektronikaltgeräten. Es nutzt mechanische, manuelle und thermochemische Verfahren, um die Metallausbeute zu erhöhen und Schadstoffe zu reduzieren. Das Konzept berücksichtigt lokale Gegebenheiten und soll auch in anderen Schwellenländern wie Nigeria oder Indien umgesetzt werden.