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AHK Portugal: Implementierung eines Pfandsystems in Kap Verde

Der stellvertretende Leiter der AHK Portugal, Paulo Azevedo, bei seinem Vortrag im Rahmen des Workshops zum Thema „Implementierung eines Pfandsystems in Kap Verde“.

Eine Meldung der AHK Portugal

Durchführung des Deutsch-Kapverdischen Workshops

Die AHK Portugal hat am 17. und 18. Mai 2022 den III. Deutsch-Kapverdischen Workshop zum Thema Umwelt organisiert. Den Schwerpunkt setzen die Veranstaltenden auf die „Implementierung eines Pfandsystems in Kap Verde”. Die AHK möchte mit ihrem Engagement den Grundstein für die Implementierung eines geeigneten Pfandsystems in Kap Verde legen, um den Verpackungsabfall stark zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten.

Im Rahmen des Workshops wurden die Ergebnisse einer Wirtschaftlichkeitsstudie durch die Partnerorganisatoren BlackForest Solutions GmbH und der Landbell Group einem Publikum von knapp 30 relevanten öffentlichen Institutionen und privaten Unternehmen vorgestellt. Darunter befanden sich u.a. die Nationale Agentur für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, die Nationaldirektion für vorgestellt Industrie, Handel und Energie und verschiedene Kommunalvertreter sowie die wichtigsten Getränkeproduzenten Kap Verdes. Es wurden daraufhin nicht nur die Grundlagen aufgearbeitet, diskutiert und an die lokalen Gegebenheiten adaptiert, sondern auch die nächsten Schritte in einem Maßnahmenplan zur Einführung eines Pfandsystems festgelegt.

Im Juli 2022 folgt ein Webinar, in dem sowohl die Wirtschaftlichkeitsstudie inklusive Business Plan als auch die Ergebnisse des Workshops inklusive Maßnahmenplan durch die BlackForest Solutions GmbH – in Zusammenarbeit mit kapverdischen Stakeholdern und der AHK Portugal – präsentiert werden. So sollen deutsche Interessenten und Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen die Möglichkeit erhalten, den aktuellen Stand sowie die nächsten Schritte im Rahmen der Implementierung eines Pfandsystems in Kap Verde zu erfahren und mit kapverdischen Stakeholdern in Kontakt zu treten. Hierbei soll ebenfalls auf die Übertragbarkeit der in Kap Verde angewandten Lösungen auf andere kleine Inselstaaten hingewiesen werden.

Diese Initiative wurde im Rahmen der Exportinitiative Umwelttechnologien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz in Kooperation mit dem Projekt Chambers for GreenTech  der DIHK Service GmbH, dem kapverdischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (MAA) und der Nationalen Agentur für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung (ANAS) durchgeführt.

Sowohl die Wirtschaftlichkeitsstudie inklusive Business Plan als auch sämtliche Ergebnisse des Workshops und Webinars werden im Anschluss an das Projekt veröffentlicht und damit interessierten deutschen Unternehmen und Institutionen, den teilnehmenden Partnern sowie IHKs mit dem Schwerpunkt Sub-Sahara Afrika, zugänglich gemacht.