FilterLi
Ressourcenschonende Lithiumgewinnung durch Membranverfahren in Chile und Bolivien
Zuwendungsempfangende
- Technische Universität Berlin
- aqua & waste International GmbH
Kooperationen
- Universidad de La Frontera, Chile
- Universidad Técnica de Oruro, Bolivien
- Ad Infinitum SpA, Chile
Laufzeit
01.06.2024 bis 31.05.2027
Themengebiete
Wasser- und Abwasserwirtschaft
Förderschwerpunkte
Pilot- und Modellvorhaben
Zielländer
Chile, Bolivien
Die Ausgangssituation
In Bolivien und Chile macht der Bergbau einen erheblichen Teil des Bruttoinlandsprodukts aus. Lithium ist wegen der steigenden Nachfrage nach Batterien und der Dekarbonisierung des Verkehrs unverzichtbar. Die konventionellen Methoden zur Lithiumgewinnung belasten die Umwelt stark, da sie viel Wasser und Energie verbrauchen und die Ökosysteme schädigen. Daher besteht ein dringender Bedarf an umweltfreundlicheren Verfahren.
Der Lösungsansatz
Durch den Einsatz modularer Membrankonfigurationen möchte das Projekt eine nachhaltigere Lithiumproduktion ermöglichen. Diese Membranverfahren bieten eine effizientere Trennung gelöster Ionen als andere Technologien und zeichnen sich durch geringen Energie- und Chemikalienverbrauch sowie eine hohe Lebensdauer aus. Das ist entscheidend für die umweltfreundliche Gewinnung von Lithium, insbesondere in wasserarmen Regionen.
Die Ziele und Maßnahmen
Die Technische Universität Berlin, Universidad Técnica de Oruro und Universidad de La Frontera haben die Herausforderungen in den Abbaugebieten identifiziert. Zusammen mit aqua & waste International in Deutschland und Ad Infinitum in Chile wird eine technische Lösung entwickelt und vor Ort demonstriert.
Um die Umweltauswirkungen der Lithiumgewinnung zu minimieren und die Effizienz zu steigern, wird in Zusammenarbeit mit der lokalen Industrie der ideale Standort für die Technologie ausgewählt und ein integriertes Prozesskonzept entwickelt. Zudem werden nachhaltige Methoden zur Metallextraktion ermittelt und ein Wissenstransfersystem etabliert, um den langfristigen Betrieb der Anlage zu sichern.
Während der Demonstration wird eine Wirtschaftlichkeitsanalyse durchgeführt und ein Informationspaket für Stakeholder erstellt. Ebenfalls werden Schulungsmaterialien entwickelt, um die Technologie im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) zu verbreiten.
Das Projekt soll den Wasserverbrauch und die Umweltbelastung reduzieren, die Flächennutzung effizienter gestalten und die lokale Wertschöpfung steigern. Darüber hinaus fördert es das Bewusstsein und Wissen der lokalen Akteure und verbessert ihre Vernetzung. Das FilterLi-Projekt trägt somit zu einer nachhaltigeren und effizienteren Lithiumgewinnung bei, die ökologische und ökonomische Vorteile bietet.
Kontakt
Prof. Dr.-Ing. Sven-Uwe Geißen +49 30 314-25086 E-Mail