AHK Kasachstan 2
Intensivierung der deutsch-kasachischen Zusammenarbeit im Bereich Abfallwirtschaft: Wissenstransfer zur Implementierung nachhaltiger Maßnahmen im Abfallmanagement in Kasachstan
Zuwendungsempfangende
DIHK Service GmbH
Kooperationen
- Delegation der deutschen Wirtschaft für Zentralasien
- Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen der Republik Kasachstan
- German Recycling Technologies and Waste Management Partnership e.V. (RETech)
- Verband der deutschen Wirtschaft in Kasachstan (VDW)
- Kasachischer Verband für Abfallwirtschaft „KazWaste“
- Deutsch-Kasachische Universität (DKU)
- Central Asia Sustainable Innovation Bureau (CASIB)
Laufzeit
01.07.2024 bis 28.02.2026
Themengebiete
Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz
Förderschwerpunkte
Initialprojekt
Zielländer
Kasachstan
Die Ausgangssituation
In Kasachstan stellen hohe Abfallmengen, deren unsachgemäße Entsorgung sowie eine mangelhafte Infrastruktur für Recycling und Abfallverwertung enorme Herausforderungen für den Umweltsektor dar. Es besteht ein hoher Investitionsbedarf für den Aufbau einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. Gleichzeitig bieten intensiver Erfahrungsaustausch und internationale Partnerschaften die Möglichkeit, Kasachstan langfristig in eine ressourceneffizientere Richtung zu lenken und das Land zu einem Vorreiter für nachhaltige Entwicklung in Zentralasien zu machen.
Im Vorläuferprojekt „Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Kasachstan“ wurden bereits umfangreiche Netzwerke mit lokalen Expert*innen, Regierungsstellen und Umweltverbänden aufgebaut, die über fundiertes Wissen zu spezifischen Herausforderungen und Chancen im Umweltsektor Kasachstans verfügen. Diese wertvollen Beziehungen wurden weiter vertieft und weiterentwickelt.
Der Lösungsansatz
Das Projekt fokussierte sich auf den Wissens- und Erfahrungsaustausch mit kasachischen Stakeholdern, um nachhaltige und langfristige Rahmenbedingungen zu etablieren und die Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland im Bereich Abfallwirtschaft zu intensivieren. Dabei wurde ein umfassender Ansatz verfolgt, der Bildung, Digitalisierung, Networking, politische Unterstützung und Investitionen miteinander kombinierte.
Die Ziele und Maßnahmen
Um auch langfristig Vorteile aus den vorangegangenen Investitionen zu ziehen, wurde der technische Ausbau der bereits bestehenden IT-Plattform vorangetrieben. Die Plattform, die im Rahmen des Vorgängerprojektes entwickelt wurde, leistet einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung und dem Austausch von Fachwissen und Erfahrungen zwischen Kasachstan und Deutschland. Sie fungiert als zentrale Anlaufstelle für Informationsvermittlung und wurde im Projekt noch benutzerfreundlicher gestaltet.
Zusätzlich wurde eine einwöchige Eco-Bildungstour mit Unternehmensbesuchen in Deutschland durchgeführt. Dabei erlangt eine kasachische Delegation Einblicke in nachhaltige Abfallmanagementpraktiken, die passgenau auf ihre spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen zugeschnitten waren. Ergänzt wurden die praktischen Anwendungsbeispiele durch einen Weiterbildungskurs, der zusätzlich theoretisches Wissen vermittelte.
Regelmäßige Treffen der Arbeitsgruppenmitglieder und Teilnehmenden der Delegationsreise intensivierten zudem die Zusammenarbeit und erleichterten die Entwicklung und Umsetzung von Projekten und Maßnahmen. Darüber hinaus wurden gemeinsam konkrete Handlungsempfehlungen zur Abfallwirtschaftsverbesserung erarbeitet.
Gemeinsam mit der Technischen Universität Karaganda wurde zudem eine kleine Biogasanlage angeschafft und in Betrieb genommen. Hierdurch werden den kasachischen Akteuren die Vorteile dieser Technologie demonstriert und gleichzeitig die Ausbildung kasachischer Fachkräfte im Bereich Biogasnutzung gestärkt.
Kontakt
Inna Schirly +7 727 356 10 61 E-Mail
Weitere Informationen
Eco-Bildungstour der AHK Zentralasien stärkt deutsch-kasachischen Fachaustausch (Meldung)