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LIEFERINT

Entwicklung von Lieferketten-Praxishilfen zur integrativen Betrachtung von Umweltschutz und Menschenrechten

Ausgehend von den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen wird seit einigen Jahren auf globaler und nationaler Ebene diskutiert, wie unternehmerische Sorgfaltspflichten zum Menschenrechtsschutz umgesetzt werden können – der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) ist in Deutschland die zentrale Plattform. Bestehende Managementsysteme, bspw. Umweltmanagementsysteme nach EMAS, liefern hilfreiche Grundlagen und Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen Sorgfaltspflichten ausgestalten und umsetzen können (bspw. die Erstellung einer Umweltpolitik oder die Bestimmung wesentlicher Umweltaspekte). Das Vorhaben möchte einen Beitrag dazu leisten, dass bestehende Managementsysteme, insbesondere Umweltmanagementsysteme, in die Diskussion um die Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfalt in der Praxis prominent(er) einbezogen werden.

Über die in diesem Vorhaben angelegte thematische Verschränkung vom Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Wahrung der Menschenrechte hinaus kann das Vorhaben im Sinne der förderpolitischen Ziele dazu beitragen, den Nutzen von bestehenden (Umwelt-)Managementsystemen im Austausch mit Unternehmen herauszustellen. Zusätzlich soll ein Beitrag zur Vereinheitlichung von Standards zur Umsetzung unternehmerischer Sorgfaltspflicht bzw. des nachhaltigen Lieferkettenmanagements etabliert werden. Dies hilft Unternehmen, bereits bestehende Systeme im Sinne eines effizienten und effektiven Managements von Umwelt- und Nachhaltigkeitsherausforderungen zu nutzen und somit die Anschlussfähigkeit an organisatorische Prozesse zu gewährleisten. Dieses kommt einem möglichst wirkungsvollen nachhaltigen Lieferkettenmanagement zu Gute.

Zuwendungsempfänger
  • adelphi research gGmbH
Kooperationspartner und Akteure vor Ort
  • EMAS Clubs
  • Industrie- und Handelskammern
Laufzeit

01.04.2020 bis 30.06.2021

Themengebiet

Querschnittstechnologien

Förderschwerpunkt

Initialprojekte

Zielland

Deutschland