Projekte

AHK Brasilien3

Anwendungsmöglichkeiten deutscher Umwelttechnologien in der Wasserwirtschaft in Brasilien

Heute sind immer noch 35 Millionen Menschen in Brasilien nicht an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen, was der Größe der kanadischen Bevölkerung entspricht. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass diejenigen, die an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen sind auch tatsächlich immer Wasser zur Verfügung haben, geschweige denn, dass das Wasser aus dem Wasserhahn auch trinkbar ist. Hinzu kommt, dass heute das (Ab-)Wasser von 110 Millionen Brasilianer immer noch nicht aufbereitet wird, was mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung Brasiliens entspricht. Davon sind 73 % nicht einmal an ein Abwassernetz angeschlossen und leben somit in direkter Nähe und Kontakt mit ihrem ungeklärten Abwasser mit allen dazu gehörenden Gesundheitsrisiken.

Um die derzeitige Situation der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in den Metropolen aber auch in den ländlichen Gebieten zu verbessern, werden besonders Anwendungsmöglichkeiten für größere Effizienz und Nachhaltigkeit bei der Nutzung von Ressourcen und der Verwaltung der Betriebsgesellschaften benötigt. Ein neues Deregulierungsgesetz der Regierung soll hierfür neue rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, wodurch sich für deutsche Umwelttechnologien große Potenziale in der Trinkwasseraufbereitung, Abwasserbehandlung und Trinkwasserkanalisation ergeben.

Übergeordnetes Projektziel ist daher die Entwicklung von Konzepten, die langfristig zu einer stärkeren und nachhaltigeren Wasserwirtschaft beitragen können. Diese sollen zur Verbesserung der Qualität des Trinkwassers beitragen sowie die effizientere Nutzung von Ressourcen fördern und dabei helfen, die Ableitung von ungeklärten Abwässern in die Natur zu verhindern. Der Wissens-  und Erfahrungsaustausch zwischen der deutschen und brasilianischen Umweltwirtschaft fände dabei zu einem wichtigen Zeitpunkt der Marktliberalisierung statt. Dazu soll eine Analyse des Status quo erstellt werden sowie über eine Plattform im Internet ein nachhaltiges Stakeholder- und Experten-Netzwerk aufgebaut werden. Darüber hinaus fördert dieses Vorhaben einen innovativen Erfahrungsaustausch in Diskussionsgruppen, damit Strategien und Konzepte für konkrete Projektideen und Investitionen vorgelegt werden können.

Applications of German environmental technologies in the public water segment in Brazil  

Today, 35 million people in Brazil's population are still not connected to the water supply network, which represents the amount of the Canadian population. At the same time, this does not mean that those who are connected to the water supply network actually always have water available, or as well that the water coming out of the tap is drinkable. On the waster water side, today the water of 110 million Brazilians is still not treated, which is more than half the total population of Brazil. Of these, 73% are not even connected to water treatment and therefore live in close proximity and contact with their untreated wastewater, with all the associated health risks.

In order to improve these current water supply and sanitation situations in metropolitan and as well in rural areas, there is a call for applications bringing greater efficiency and sustainability in the use of resources and the use of management of operating companies. A new deregulation movement by the Brazilian government is intended to create new legal framework conditions, giving German environmental technologies great business opportunities in drinking and wastewater treatment and water drainage.

The overall project objective is therefore to develop concepts that can contribute to a stronger and more sustainable water management in the long term. These should contribute to improve the quality of drinking water, promote the more efficient use of resources and help prevent the discharge of untreated waste water into nature. The exchange of knowledge and experience between the German and Brazilian environmental economy would take place at an important time of market deregulation. For this purpose, an analysis of the status quo will be created and a sustainable network of stakeholders and experts will be established via a microsite platform in the Internet. In addition, this project promotes an innovative exchange of experience in discussion groups so that strategies and concepts for concrete project ideas and investments can be presented.

Zuwendungsempfänger
  • DIHK Service GmbH
Kooperationspartner und Akteure vor Ort
  • German Water Partnership
  • AHK Rio de Janeiro
Laufzeit

01.07.2020 bis 31.05.2021

Themengebiet

Wasser- und Abwasserwirtschaft

Förderschwerpunkt

Durchführbarkeitsstudien

Zielland

Brasilien

Ihre Kontaktmöglichkeit

Loana von Gaevernitz Lima

Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer
Stv. Geschäftsführerin, Markteintritt und Business Development
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