Projekte

AHK Baltikum

Kreislaufwirtschaft im Baltikum: Methodiken und Ansätze im Abfallmanagement

Das Projekt richtet sich nach der EU-Richtlinie 2018/851 für Abfälle, da alle drei baltischen Staaten hierbei große Defizite aufweisen. Die EU-weiten Ziele, bis 2020 50 %, bis 2030 55 % und bis 2035 65 % der Siedlungsabfälle zu recyceln, erscheint im Baltikum als sehr schwer realisierbar. Die AHK wird eine detaillierte Bedarfsanalyse erstellen, um die aktuelle Lage im Baltikum zu analysieren. Anschließend werden baltische Vertreter in Form eines Workshops unter der Anleitung eines professionellen Strategieberaters zusammengeführt, um ein Konzept zu erstellen, welches Handlungsempfehlungen für den Übergang zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft aufzeigt. Die Transformation von einer linearen Wirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft entlastet die Umwelt und verstärkt die Nachhaltigkeit. Durch den Wissenstransfer zwischen Deutschland und den baltischen Staaten soll das Allgemeinverständnis für die Nachhaltigkeit im Abfallmanagement gestärkt werden, sodass der Wandel zu einer modernen Infrastruktur im Baltikum erleichtert wird. Da Deutschland in den baltischen Staaten als ein wichtiger Handelspartner und Vorreiter angesehen wird, wird mithilfe der länderübergreifenden Organisation des Projektes zusätzlich der multilaterale Austausch und damit auch die Beziehung der vier Nationen verstärkt. Darüber hinaus bietet dies auch die Chance, deutsche Unternehmen als Partner in Bezug auf Technologielösungen im Abfallmanagement zu etablieren. Durch die Konzepterstellung möchte die AHK das Baltikum unterstützen, die EU-Richtlinie 2018/851 doch noch zeitgerecht umzusetzen. Die Ergebnisse werden nach Projektende politischen Vertretern, Kommunen und Berufsbildungseinrichtungen in allen vier Ländern zugänglich gemacht, um auf die Umweltprobleme im Bereich des Abfallmanagements sowie die Chancen durch Umwelttechnologien aufmerksam zu machen. Nationale und regionale Wirtschaftsvertreter sowie Entscheidungsträger auf politischer Ebene können dadurch aktiv die richtigen Schritte in Richtung nachhaltiger Kreislaufwirtschaft tätigen. Zusätzlich zur Weitergabe des Konzeptes wird eine Studienreise nach Deutschland organisiert. Dabei stellen deutsche Anbieter ihre Technologielösungen vor und können in den direkten Kontakt zueinander treten, um erste deutsch-baltische Kooperationen zu bilden. Dies soll die Verwertung des Konzeptes fördern und zur langfristigen Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft beitragen.

Circular Economy in the Baltic States: Methodologies and Approaches in Waste Management

The project is based on the EU Directive 2018/851 for waste, as all three Baltic States have major deficits in this area. The EU-wide targets to recycle 50 % of municipal waste by 2020, 55 % by 2030 and 65 % by 2035 seem very difficult to achieve in the Baltics. The Chamber of Commerce will prepare a detailed needs assessment to analyze the current situation in the Baltic States. Afterwards, Baltic representatives will be brought together within a workshop under the guidance of a professional strategy consultant. The goal of this workshop is to create a concept that will identify recommended actions for the transition to a sustainable circular economy. This transformation reduces the burden on the environment and increases sustainability. Through the transfer of knowledge between Germany and the Baltic States, the general understanding of sustainability in waste management is to be strengthened so that the transition to a modern infrastructure in the Baltic States is facilitated. Since Germany is an important trading partner and model country of the Baltic States, the cross-border organization of the project will additionally strengthen the multilateral exchange and thus the relationship between the four nations. It also offers the opportunity to establish German companies as partners for technology solutions in waste management. Through the concept development, the Chamber of Commerce would like to support the Baltic States to implement the EU Directive 2018/851 in time. After the end of the project, the results will be made available to political representatives, municipalities and vocational training institutions in the Baltic States and Germany to draw attention to the environmental challenges in the area of waste management and the opportunities offered by environmental technologies. National and regional business representatives as well as political decision makers can thus actively take the right steps towards a sustainable circular economy. In addition to sharing the concept, a study tour to Germany will be organized. In the course of the tour, German solution providers will present their technology solutions and can start to establish German-Baltic collaborations. This will promote the utilization of the concept and contribute to the long-term development of a circular economy in the Baltic states.

Projektnehmer*innen
  • DIHK Service GmbH
Kooperation
  • Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen e. V.
  • German RETech Partnership
  • Estonian Environment Agency
  • Estonian Circular Economy Industries Association
  • Environmental Investment Center (EIC)
  • Ministry of Environment of Estonia
  • Central Estonian Waste Management Center (NPO)
  • Mülldeponie AS Väätsa
  • Green Marine AS
  • VARAM Latvia
  • Cleantech Latvia
  • Waste Management Association of Latvia (WMAL)
  • „Žiedinė ekonomika“ Circular Economy
  • Environmental Protection Agency (EPA)
  • Cleantech Cluster Lithuania
  • Verband regionaler Abfallentsorgungszentren Litauen Abfallwirtschaftszentrum des Bezirks Vilnius (VAATC)
Laufzeit

01.09.2021 bis 31.08.2022

Themengebiet

Kreislaufwirtschaft

Förderschwerpunkt

Durchführbarkeitsstudien

Zielland

Estland, Lettland, Litauen

Kontakt

Florian Schröder

Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen e. V.
Breite Str. 29
10178 Berlin

+371 6732 0718

florian.schroeder@ahk-balt.org