ZUG-Delegation besucht EXI-Projekte in Thailand und Laos
Im Rahmen der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) besuchte eine Delegation der Projektträgerin ZUG gGmbH im Dezember 2025 zwei Projekte in Thailand und Laos. Die Reise bot Einblicke in die praktische Umsetzung deutscher Umwelttechnologien und stärkte den Austausch mit lokalen Partnern und politischen Akteuren.
Vertretende der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG gGmbH) informierten sich vor Ort über den Stand ausgewählter EXI-Projekte. Die Delegation vertrat dabei auch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), das die ZUG gGmbH mit der Umsetzung der EXI beauftragt hat.
Neben Projektbesuchen nahm die Delegation in Vientiane an der internationalen Fachkonferenz „Strengthening Institutional and Human Resource Capacity for Safe and Climate Resilient Wastewater Management in Health Care Facilities & Municipalities“ teil. Sie eröffnete die Konferenz im Namen des BMUKN und erläuterte den Beitrag der EXI bei der Förderung nachhaltiger Umweltinfrastrukturen in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Grüner Wasserstoff für eine erneuerbare Energieversorgung auf thailändischen Inseln
Viele Inseln in Thailand verfügen über keine Anbindungen an zentrale Stromnetze. Dieselgeneratoren sichern dort die Stromversorgung, verursachen hohe Kosten und belasten die Umwelt. Sie begrenzen zudem die tägliche Verfügbarkeit von Strom.
Das EXI-Projekt Green-H2Islands erprobt auf der Insel Koh Jik eine dezentrale Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Das System ermöglicht eine vollständig erneuerbare Stromversorgung und reduziert die Abhängigkeit von Diesel. Das Projekt zeigt ein skalierbares Modell, das Inselgemeinden stabile und bezahlbare und Energiepreise bietet.
Gespräche mit lokalen Akteuren und Regierungsvertretenden verdeutlichten ein hohes Interesse an Wasserstofflösungen. Hohe Anfangsinvestitionen stellen jedoch weiterhin eine Hürde dar. Green-H2Islands demonstriert deshalb unter realen Bedingungen, dass dezentrale Wasserstoffsysteme auf thailändischen Inseln technisch, wirtschaftlich und sozial tragfähig sind.
Behandlung von Krankenhausabwässern in Laos
In Laos befindet sich der Abwassersektor weiterhin im Aufbau. Kommunale Kläranlagen fehlen weitgehend. Internationale Geber finanzierten deshalb in der Vergangenheit Kleinkläranlagen an Krankenhäusern, damit die mit Medikamentenrückständen belasteten Abwässer gereinigt werden. Allerdings sind viele dieser Anlagen inzwischen außer Betrieb, da es an geschultem Personal und geeigneten Betriebskonzepten mangelt.
Das EXI-Projekt HEALTH setzt hier an. Es entwickelte ein Trainingsprogramm in laotischer Sprache für den Betrieb von Krankenhauskläranlagen und testete es erfolgreich. Am Setthathirath Hospital installierte das Projekt zudem eine Anlage, die Abwässer auch ohne aufwendige Vorklärung sicher desinfiziert.
Im Rahmen einer vom Projekt organisierten Fachkonferenz stellte HEALTH seine Ergebnisse vor. Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Stellen sowie internationaler Geber diskutierten die Ansätze intensiv. Das große Interesse unterstrich den Bedarf an praxisnahen und langfristig betreibbaren Lösungen im Gesundheitssektor.
Die Projektträgerreise zeigte, wie die EXI deutsche Umwelttechnologien unter sehr unterschiedlichen lokalen Bedingungen erprobt und den internationalen fachlichen Austausch stärkt. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Umweltinfrastrukturen und zur globalen Sichtbarkeit deutscher Lösungsansätze.



