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EXI-Projekt zur Kreislaufwirtschaft in Kasachstan erfolgreich abgeschlossen

Vertretende aus Politik und Wirtschaften reisten zur Abschlusskonferenz des EXI-Projekts der AHK Zentralasien in Astana an.

Mit einer Bildungsreise, einer weiterentwickelten Nachhaltigkeitsplattform und einer neuen Biogasanlage setzt das EXI-Projekt konkrete Impulse für die Kreislaufwirtschaft in Kasachstan. Zum Abschluss zogen die Partner in Astana Bilanz und vereinbarten nächste Schritte.

Am 29. Januar kamen Vertretende aus Politik und Wirtschaft in Astana zur Abschlusskonferenz des EXI-Projekts der AHK Zentralasien zusammen. Sie präsentierten greifbare Ergebnisse aus mehr als zwei Jahren Arbeit und legten fest, wie sie die Zusammenarbeit fortführen.

Konkrete Maßnahmen für die Kreislaufwirtschaft

Mehr als zwei Jahre lang setzte die AHK Zentralasien (Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien) im Rahmen der Exportinitiative Umweltschutz (EXI) des Bundesumweltministeriums passende Maßnahmen um.

Das Projektteam organisierte eine Eco-Bildungsreise nach Düsseldorf für Vertretende aus Politik und Wirtschaft. Es entwickelte eine Umwelt- und Nachhaltigkeitsplattform weiter und beschaffte eine kleine Biogasanlage aus Deutschland.

Ziel war es, Lösungen für die Kreislaufwirtschaft in Kasachstan entwickeln und anwenden. Austausch, Wissenstransfer und praktische Umsetzung prägten die Zusammenarbeit.

Fokus auf Praxis und Geschäftsmodelle

An der Konferenz nahmen hochrangige Vertreter deutscher und kasachischer Institutionen teil. Dazu gehörten der KazWaste, die Grünenpartei Kasachstans, die Deutsche Botschaft Astana sowie das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), vertreten durch Heiko Bollwig.

Die deutsche Expertin Laura Scherer hielt einen Vortrag zur Kreislaufwirtschaft und leitete einen Workshop. Die Teilnehmenden diskutierten reale Projekte und Geschäftsmodelle. In Arbeitsphasen entwickelten sie Strategien für Wiederverwendung und Wiederverwertung und hielten konkrete nächste Schritte fest.

Eine Biogasanlage für den Campus

Nach der Konferenz in Astana führten die Partner ihre Gespräche in Karaganda fort. In einer Diskussionsrunde vertieften sie die zuvor erarbeiteten Ansätze und konkretisierten nächste Schritte. Zudem stellten sie die neu beschaffte Biogasanlage offiziell vor.

Ein Wettbewerb vergab die Anlage an das Creative Innovation Institute, die auf dem Gelände der Technischen Universität Karaganda (KarTU) installiert wurde. Studierende nutzen sie künftig als Demonstrations- und Lernobjekt. Gleichzeitig verarbeitet die Universität damit Speisereste aus der Mensa und integriert Kreislaufwirtschaft in den Campusalltag.

Auftakt für eine neue Phase der Zusammenarbeit

Mit der Konferenz endet das EXI-Projekt offiziell. Jedoch führen die Partner ihre Zusammenarbeit weiter. Sie wollen die entwickelten Ansätze ausbauen, neue Projekte anstoßen und nachhaltige Geschäftsmodelle in Kasachstan stärken.