Recycling

Die Kreislaufwirtschaft beinhaltet sowohl die Abfallvermeidung als auch die Wiederverwertung: Das Modell der geschlossenen Kreisläufe folgt dem Prinzip natürlicher Ökosysteme, die keinen Müll produzieren, sondern alle Stoffe in wiederverwertbare Ressourcen verwandeln. Die Kreislaufwirtschaft spart also Primärrohstoffe und reduziert gleichzeitig die mit deren Gewinnung einhergehenden Umweltbelastungen. Sie ist ein wichtiges Instrument, um die Auswirkungen von Knappheit und volatilen Preisen auf den Rohstoffmärkten zu dämpfen.

Erfolgsbeispiel Deutschland

Deutschland hat schon früh auf eine konsequente Politik der Kreislaufwirtschaft gesetzt. So ist es gelungen, die Entwicklung der Abfallmenge von der Wirtschaftsleistung zu entkoppeln. Die Abfallintensität hat sich darum  im Zeitraum von 2000 bis 2015 um 25,9 Prozentpunkte verringert. Auch die Recyclingquoten haben sich kontinuierlich verbessert, wie ein Beispiel zeigt: 1990 wurden 87 Prozent der Haushaltsabfälle als Restmüll deklariert; lediglich 13 Prozent wurden als Wertstoffe (Biomüll, Glas, Papier) behandelt. Im Jahr 2013 hat sich diese Relation gründlich verändert: Von den 43,9 Millionen Tonnen Haushaltsabfällen landeten 15,3 Millionen Tonnen im Restmüll (35 Prozent), 28,6 Millionen Tonnen im  Biomüll; Glas, Papier und Verpackungsabfälle kamen in die Wertstofftonnen (Quelle: GreenTech made in Germany, 2018, S. 40).

Die Exportinitiative setzt auf die Expertise der deutschen Unternehmen und will einen Anreiz schaffen diese Strukturen und Technologien weltweit zum Einsatz zu bringen. So sollen weltweit nachhaltige Kreislaufwirtschaften entstehen.